Öffentliches WLAN: echte Risiken und wie ein VPN hilft
Kurz gesagt
Im öffentlichen WLAN können der Betreiber des Hotspots und andere im Netz oft sehen, welche Websites du aufrufst und welche IP-Adresse du hast, und gefälschte Hotspots können sich als echte ausgeben. HTTPS schützt die Inhalte der meisten Websites, aber nicht alles. Ein VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr deines Handys, auch DNS, bevor er den Hotspot erreicht – das Netz sieht dann nur einen verschlüsselten Datenstrom zum VPN-Server.
Die echten Risiken
- Mitlesen von Metadaten. Selbst mit HTTPS sieht das Netz meist deine DNS-Anfragen – also die Namen der Websites, die du besuchst –, solange kein verschlüsseltes DNS aktiv ist.
- Gefälschte Hotspots („Evil Twins“). Ein Netz, das so heißt wie das des Cafés, kann von jemand anderem betrieben werden, der deinen Datenverkehr dann sieht und umleiten kann.
- Unverschlüsselte Apps. Manche Apps und ältere Websites senden Daten noch immer ohne Verschlüsselung.
- Deine IP-Adresse. Websites und Dienste, die du nutzt, sehen die öffentliche IP des Hotspots und können deine Aktivität diesem Ort zuordnen.
Was HTTPS schon schützt – und was nicht
HTTPS verschlüsselt den Inhalt einer Seite: Passwörter, Nachrichten und Kartennummern auf geschützten Websites kann das Netz nicht lesen. Aber HTTPS verbirgt nicht, welche Websites du besuchst, verbirgt nicht deine IP-Adresse und schützt keine Apps, die keine Verschlüsselung nutzen. Genau diese Lücke schließt ein VPN.
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Was ein VPN ergänzt
- Der gesamte Datenverkehr wird verschlüsselt auf dem Weg zum VPN-Server – jede App, nicht nur der Browser.
- DNS läuft durch den Tunnel. In VPN Tube werden alle DNS-Anfragen im Tunnel gesendet, sodass der Hotspot deine Anfragen nicht sieht.
- Keine Hintertür über IPv6. VPN Tube schickt auch den gesamten IPv6-Verkehr in den Tunnel, sodass deine echte Adresse nicht am VPN vorbei durchsickert.
- Deine IP wird ersetzt – die Websites, die du besuchst, sehen die Adresse des VPN-Servers.
7-Schritte-Checkliste für öffentliches WLAN
- Frag beim Personal nach dem Netzwerknamen, bevor du dich verbindest.
- Melde dich zuerst auf der Anmeldeseite des WLANs an (die Seite zum Akzeptieren der Bedingungen), danach startest du das VPN – solche Seiten laden über ein VPN oft nicht.
- Schalte VPN Tube ein und warte auf das Schlüsselsymbol.
- Nutze fürs Banking lieber mobile Daten, wenn möglich.
- Deaktiviere „Automatisch verbinden“ für offene Netze in den WLAN-Einstellungen.
- Halte Android und deine Apps aktuell.
- Entferne das Netz aus den gespeicherten Netzwerken, wenn du gehst.
Fragen zum Thema
Ist WLAN im Hotel oder am Flughafen mit Passwort sicher?
Ein gemeinsames Passwort hält nur Leute fern, die es nicht kennen. Alle, die es haben – oft jeder Gast –, sind im selben Netz, also gelten dieselben Vorsichtsmaßnahmen.
Schützt mich ein VPN vor gefälschten Hotspots?
Es senkt das Risiko deutlich: Selbst über einen gefälschten Hotspot ist dein Datenverkehr bis zum VPN-Server verschlüsselt und kann daher nicht gelesen oder umgeleitet werden. Meide trotzdem Netze, die du nicht überprüfen kannst.
